Aufruf: Deutschland reindustrialisieren! Kooperation mit den BRICS-Staaten!

19.12.2024


Die Verschuldung in Europa und den USA wächst stetig, während die Industrieproduktion immer mehr einbricht und die Realwirtschaft unter jahrelanger massiver Unterinvestition leidet.


Die Haushalte aller NATO-Staaten ächzen nicht zuletzt unter der Last immer höherer Ausgaben für den militärisch-industriell-finanziellen Komplex, also u.a. für Finanzmarktspekulationen und der Rüstungsindustrie.

Eine weitere Herausforderung ist die Gefahr eines Dritten Weltkrieges, die u.a. aufgrund primär einseitig vom Westen aufgekündigter wichtiger Rüstungsabkommen (wie ABM-, INF- und START-Verträge) noch akuter als während des 1. Kalten Kriegs ist.

Daher stellt sich die Frage, ob die unipolare, „regelbasierte Ordnung“ den Menschen und Volkswirtschaften des Westens nutzt und ob wir wirklich das Überleben der Zivilisation riskieren sollten, um sie zu verteidigen? Sie verliert nicht zuletzt deshalb an Unterstützung, weil der Westen sie zwar ständig im Munde führt, um damit Sanktionen und Kriege gegen unerwünschte Konkurrenten zu begründen, sie aber selbst ignoriert, sobald er seine eigenen Interessen oder die seiner Marionetten bedroht sieht.

Die große Mehrheit der Welt ist nicht dieser Meinung.

„Heute, während wir in die Gesichter der Kinder Gazas blicken, von denen wir wissen, dass einige von ihnen morgen sterben werden, löst sich die regelbasierte internationale Ordnung auf, indem sich die Schrecken wiederholen, die zur Gründung der Vereinten Nationen führten, und die Verpflichtung, eine Wiederholung dieser Schrecken zu verhindern, missachtet wird.“ [1,2]

Der Westen hat nicht mehr das Sagen. Ein historischer Wandel beginnt. Eine multipolare Welt entsteht.

Wir müssen den Westen vom Kasino-Kapitalismus befreien und die Realwirtschaft, also Wissenschaft, Industrie und Landwirtschaft in den Mittelpunkt stellen, wie es in der globalen Mehrheit unter Führung der BRICS angestrebt wird.


Nach dem Gipfel in Kasan (10/2024) vertreten die BRICS-Staaten zusammen mit den neuen assoziierten Partnerländern (insgesamt 22 Länder) bereits die globale Mehrheit (57%) der Weltbevölkerung. Sie bauen derzeit eine große Entwicklungsbank des Globalen Südens (NDB), eine neue Investitionsplattform, eine neue BRICS-Getreidebörse und andere Institutionen auf, die ihnen beim Wachstum helfen werden.

Wir Bürger müssen durch unser Engagement durchsetzen, dass der Westen seine Konfrontationshaltung gegenüber der globalen Mehrheit und den BRICS-Staaten aufgibt und stattdessen mit ihnen kooperiert, um endlich die gemeinsamen Probleme der Menschheit anzupacken.

Statt der Konfrontation zwischen großen geopolitischen Machtblöcken braucht es eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die die Interessen jedes Landes auf der Erde berücksichtigt und eine unteilbare Sicherheitsgemeinschaft zwischen souveränen Staaten aufbaut, so wie sie auch von den BRICS-Staaten angestrebt wird.

„Eine neue multipolare Welt entsteht, eine echte Dynamik, angeführt von Russland und anderen Ländern wie China und Indien. Das ist eine Realität, eine starke wirtschaftliche, finanzielle, diplomatische und humanitäre Alternative. Und es liegt im Interesse Frankreichs, sich ihr im Interesse seiner eigenen Entwicklung anzuschließen […] BRICS ist ein natürliches Bündnis von Ländern, die sich gemeinsam entwickeln wollen, aber jedes auf seine eigene Weise, sodass jeder den anderen respektiert. Deshalb werden die BRICS erfolgreich sein, und es ist wichtig, dass Frankreich, wie andere EU-Länder auch, sich ihnen anschließt.“ (Pierre de Gaulle, Enkel von Charles de Gaulle, 28.10.24) [1]

Unsere Export- und Industrienation Deutschland, welche noch über wissenschaftliches und technisches Know-How sowie produktive Kapazitäten verfügt, sollte ihre Chance nutzen, mit den BRICS-Staaten, also der globalen Mehrheit der Menschheit, zu kooperieren, was bei uns zu Reindustrialisierung und produktiver Vollbeschäftigung führen kann.


Quellen:

[1] https://www.bueso.de/krisen-ueberleben-kooperation-brics-lernen (Alexander Hartmann, 02.11.2024, Zugriff: 16.12.2024)

[2] https://www.unrwa.org/resources/un-unrwa/letter-unrwa-commissioner-general-philippe-lazzarini-president-united-nations (Philippe Lazzarini, UNRWA-Generalkommissar, 29.10.2024, Zugriff: 16.12.2024)

(o.m., Rhein-Neckar)

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