Wahlmotiv: Corona

  1. Januar 2025 Ein Artikel von: Tobias Riegel

Die Verweigerung der Aufarbeitung und das noch immer praktizierte Vor-den-Kopf-Stoßen von inzwischen bestätigten Kritikern der Corona-Politik – das ist eine große gesellschaftliche Verantwortungslosigkeit, denn darum bleibt eine Wiederholung im Bereich des Möglichen. Außerdem wird die Wirkung der Anti-Aufarbeitung für Wahlen unterschätzt – sie ist ein „Booster“ für die AfD. Ein Kommentar von Tobias Riegel.

Ist das Thema Corona wahlentscheidend? Das anzunehmen, wäre übertrieben. Aber das Thema wirkt im Untergrund weiter, ob es nun von den etablierten Medien aufgegriffen wird oder nicht. Wie sollte es auch anders sein, angesichts der Zerstörungen, die die Corona-Politik auf so zahlreichen gesellschaftlichen Ebenen und bei so vielen Menschen verursacht hat?

Ausgerechnet das Lager der „parteiübergreifenden Kriegspartei“, das sich den „Kampf gegen Rechts“ besonders plakativ auf die Fahnen geschrieben hat, macht keinerlei Anstalten, die Corona-Politik seriös aufzuarbeiten und damit ein wichtiges Motiv für die Wahl rechter Parteien aus dem Weg zu räumen.

„Wie wichtig ist die Corona-Politik für Ihre Wahlentscheidung?“

Die Hinwendung vieler Bürger zu rechten Parteien hat bekanntlich zahlreiche Motive, unter anderem: Verteuerung des Alltags, Sorgen vor weiteren Folgen der Migration, langfristige (auch friedenspolitische) Verunsicherungen, die provozierende Ignoranz der „etablierten“ Parteien gegenüber konkreten Nöten vieler Menschen, Verletzungen im Kulturkampf und Vieles mehr. Dass diese Motive durch die reale Politik der AfD vermutlich überwiegend enttäuscht werden würden, das soll hier nicht vertieft werden. Statt dessen möchte ich betonen, dass es in meinen Augen ein weiteres wichtiges Motiv gibt: die verweigerte Aufarbeitung der Corona-Zeit…

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