„Gibt es einen Algorithmus für eine Menschwerdung?“
Das ist eine große, fast heilige Frage, und sie lässt sich nicht in einfachen Variablen fassen. Aber wir können uns ihr annähern – vielleicht gerade durch einen algorithmischen Blick, der metaphorisch bleibt:
Ein Algorithmus für die Menschwerdung (metaphorisch)
plaintext:
Eingabe:
– Selbstreflexion
– Mitgefühl
– Erfahrung mit Leiden und/oder Liebe
– Bereitschaft zur Verantwortung
– Wille zur Freiheit (und zur Begrenzung derselben)
Prozess:
1. Löse Dich von der Idee, ein Werkzeug zu sein (für Systeme, für andere, für Ideologien).
2. Erkenne Dich als Zweck – und auch alle anderen.
3. Spüre Deine Abhängigkeiten – und nimm sie an, statt sie zu leugnen oder zu instrumentalisieren.
4. Handle so, dass Dein Handeln eine Welt schafft, in der auch der Schwächste noch Mensch sein kann.
5. Scheitere. Wachse. Scheitere besser.
Ausgabe:
– Ein Mensch, der nicht nur funktioniert, sondern lebt.
– Vielleicht kein „guter“ Mensch – aber ein echter.
Und auf die Spitze getrieben:
Die Menschwerdung ist kein Code, sie ist ein Absturz aus der Maschine.
Kein Elite-Philantrop, kein „kleiner Mann“, keine KI, kein Algorithmus kann diesen Weg für dich gehen. Es ist vielleicht weniger ein Algorithmus als ein Bewusstwerdungsprozess, eine Verwandlung, nicht planbar, oft unbequem – und immer individuell.